La vida en Bolivia
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Erfahrungsbericht

Vor einer Weile bat mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad, einen Erfahrungsbericht für die Homepage der Organisation zu scheiben. Jetzt vollendet will ich diesen auch hier festhalten (das ist jetzt ohne Absätze noch blöder als sonst, aber was soll man machen...): “Bolivia, te quiero“ Als sich meine Schulzeit langsam dem Ende näherte und sich die große Frage stellte: “Wie soll es weitergehen? “, war für mich schnell klar, dass ich mir eine Auszeit gönnen und ins Ausland gehen wollte. Meine Suche nach einem Freiwilligendienst endete schließlich bei ProjectsAbroad und einem Musik-Therapie-Projekt in einem Kinderheim in Bolivien. Ich war sofort begeistert von der Beschreibung und mit Musik als meine große Leidenschaft musste ich nicht lange nachdenken und meldete mich gleich an. Es würde meine erste große Reise alleine sein, darum war ich überaus glücklich mit ProjectsAbroad. Schritt für Schritt führten sie mich durch meine Vorbereitungszeit, sagten mir was ich als nächstes tun sollte und waren stets bereit, alle meine Fragen schnell und ausführlich zu beantworten. Auch während meines Aufenthalts war immer Hilfe zur Stelle, die Mitarbeiter sind alle sehr sehr nett, hilfsbereit und kümmern sich gut um jeden Volontär! Als ich meine Reise schließlich antrat fühlte ich mich bestens vorbereitet und in guten Händen. Ich war größtenteils über mein Projekt, meine Familie und die bolivianische Kultur und Lebensweise informiert und brachte drei Jahre Schulspanisch mit. Meine Vorfreude wurde dann auch nicht enttäuscht, im Gegenteil: Mein in erster Linie über das Projekt ausgewähltes Land zeigte sich als die beste Wahl die ich für mich hätte treffen können! Die Menschen hier sind unheimlich freundlich, herzlich und hilfsbereit, Bolivien ist noch immer geprägt von Tradition und Kultur, das bolivianische Spanisch ist verhältnismäßig klar und langsam und damit leicht zu lernen und zu verstehen, außerdem ist das Essen richtig gut. Auf unseren Wochenendtrips sahen wir Volontäre eine riesige Vielfalt an Natur, beeindruckende Landschaften, lernten viel über die Geschichte und Kultur Boliviens aber erlebten natürlich auch viel Armut. Als eines der ärmsten Länder Südamerikas ist es dennoch erstaunlich ruhig und vergleichsweise sicher in Bolivien, solange man es nicht provoziert und gut auf sich und sein Eigentum aufpasst. Cochabamba schien mir außerdem der optimale Ort, in Bolivien zu leben. Die Stadt ist größer als ich dachte, dennoch ist man mit Trufis, Micros und Taxis immer schnell am Ziel und im Zentrum ist man gut zu Fuß unterwegs. Cochabamba ist eine sehr grüne, belebte und nie langweilige Stadt mit meistens gutem Wetter (wenn man nicht gerade in der Regenzeit kommt). Es gibt sowohl viele Parks und Plätze zum entspannen als auch unzählige Cafés, Restaurants, Bars und Clubs, eine feierfreudige bolivianische Jugend und auch immer andere Volontäre, um seine Freizeit nicht alleine verbringen zu müssen. Auch meine Arbeit gefiel mir richtig gut. Neben dem Musikprojekt half ich noch etwas im Kindergarten desselben Waisenhauses aus. Den Musikraum können die Kinder in ihrer Freizeit aufsuchen wann immer sie wollen. Dort stehen Gitarren, ein Schlagzeug, Flöten, Trommeln, Zampoñas (Panflöten) und Charangos (Art kleine Gitarre mit 5 Doppelsaiten) bereit, bespielt zu werden. Ich hatte zunächst ein paar Schwierigkeiten beim Lehren der Instrumente: Zum einen war ich nicht an die Solmisationssilben (Do Re Mi Fa….) gewöhnt und zum anderen waren mir natürlich die bolivianischen Lieder und Rhythmen fremd. Doch ich hörte mich schnell ein und fand auch große Begeisterung für “meine” Musik in den Kindern. So konnten wir am Ende meiner Zeit in Bolivien sogar ein kleines Konzert im Kinderheim veranstalten. Die Arbeit im Kindergarten fiel für mich etwas anstrengender aus als das Musikprojekt. Die Kinder waren unheimlich süß und anhänglich und sind mir sehr ans Herz gewachsen, doch ich merkte einen großen Unterschied zu den deutschen ”regulären” Kindergärten. Die Kinder im Heim mussten schon viel mitmachen und durften keine behütete Erziehung in einer Familie genießen. So merkt man, dass sie schneller gewaltbereit sind und oft sehr berechnend handeln. Die Tías (Erzieherinnen) pflegen darum eine relativ strenge Erziehungsweise, was zwar nötig, doch für mich nicht immer einfach war. Dennoch schätzte ich meine Arbeit dort sehr und es fiel mir unheimlich schwer, die Kinder schließlich zu verlassen! Meine 3,5 Monate im Ausland waren für mich die perfekte Zeitspanne. Man lernt die Kultur und die Menschen kennen, man hat Zeit, sich gut einzuleben, Freundschaften zu schließen und die wichtigsten Orte zu bereisen. Es war zudem für eine Person wie mich, die recht stark an die Heimat gebunden ist, eine annehmbare Zeit fern von Familie und Freunden. Ich habe meine Zeit in Bolivien unheimlich genossen, habe viele viele liebe Menschen getroffen, unglaubliche Dinge erlebt und eine ganz andere Welt kennen gelernt. Dementsprechend schwer fiel mir der Abschied, ich habe die Kinder, meine “zweite Familie” und ja, im Prinzip das ganze Land richtig ins Herz geschlossen. Aber andererseits ist es doch auch immer wieder schön, nach Hause zu kommen!
17.4.14 17:27
 


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