La vida en Bolivia
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Schwups und weg...

Arme Bolivianer sind Meisterdiebe, das müssen die meisten Ausländer und auch viele Bolivianer immer wieder am eigenen Leib erfahren. Jetzt auch ich. Bisher war ich immer ziemlich aufmerksam und habe gut auf meine Sachen aufgepasst, nur eben einmal nicht und schon stehe ich ohne Kamera da, ohne Handy, Schlüssel, Kreditkarte und mehr... Es waren mehrere dumme Zufälle, die hier mitgespielt haben. Wir hatten uns zum Abendessen in der Stadt verabredet, noch zu Hause überlegte ich mir, was ich wohl mitnehmen sollte. Eigentlich brauchte ich nur Geld und Schlüssel, die ich beide in meine Hosentasche tun könnte. Ich hätte es dabei belassen sollen... Aaaaaber, da die kommende Woche einige Voluntäre gehen würden dachte ich mir, ich würde vielleicht gerne noch ein paar Bilder mit ihnen machen. Ich wollte aber den Foto nicht so rumtragen, darum entschied ich mich für meine kleine Tasche, die ich in Sucre gekauft hatte. In der Tasche befand sich unüblicherweise noch meine Kreditkarte. Normalerweise nehme ich die nie mit, da ich aber mittags Geld abgehoben hatte und nun nicht drandachte, sie aus der Tasche zu tun, kam sie auch mit. Dazu Labello, Taschentücher, Desinfektionszeug, Stadtplan, was man halt so brauchen kann oder auch nicht. Anschließend überlegte ich noch, ob ich mein Handy mitnehmen sollte. Möglicherweise würden wir im Restaurant Wifi haben...... Also Handy in die Tasche. Großer Fehler. Als ich die Wohnung verließ tat ich meine Schlüssel nicht wie sonst in meine Hosentasche, sondern auch in die Umhängetasche. Grund: neue Hose mit zu kleinen Taschen... So traf ich mich mit den anderen also im Restaurant, hängte die Tasche über meinen Stuhl und dachte nicht weiter darüber nach. Nach einer Weile kamen zwei Kinder an unseren Tisch, um Blumen zu verkaufen, eins davon drängte mich von der Seite, ihm etwas abzukaufen... Die Situation hätte offensichtlicher nicht sein können und dennoch schenkte keiner dem zweiten Kind genug Aufmerksamkeit um zu sehen, wie es still und heimlich meine Tasche mitgehen ließen. Und bis wir es merkten waren die Kinder schon über alle Berge. Wir versuchten sogar noch, sie zu finden, fragten uns bei Passanten durch ob sie die Kinder gesehen hätten, aber eigentlich wussten wir, dass wir keine Chance hatten. Ich rief sofort zu Hause in Deutschland an, damit meine Kreditkarte so schnell wie möglich gesperrt würde. Außerdem musste ich Carlos bitten, die Wohnungstüre offen zu lassen, sowie Freddy, am nächsten Tag mit mir zur Polizei zu gehen... Ich schwankte zwischen Tränen, Schock und Wut gegen mich selbst und wir hatten alle keine große Lust mehr, noch weiter auszugehen. Daheim empfing mich Carlos mit Tee und tröstlichen Worten. Am nächsten Morgen fuhr ich ins Office, wo mir Freddy mitteilen musste, dass die Versicherung mit Projects keine Handys oder Fotos abdeckt, also quasi total nutzlos ist. Staaark. Alles was wir noch tun konnten, war der Versuch, an mein Geld ranzukommen. Mit der Internetseite, die mein Papa mit am Vorabend noch durchgegeben hatte, fanden wir eine Telefonnummer, über die wir meine Daten durchgeben mussten, damit ich dann später an einer Bank den gewünschten Betrag "abholen" konnte. Nach mehreren Telefonaten über den Tag verteilt war dann auch alles nötige geregelt und ich bekam genug Geld für den letzten Monat. Das war also geklärt. Was meine Kamera angeht hatte ich Glück im Unglück, denn direkt nach der Reise hatte ich die Speicherkarte gewechselt und damit keine Bilder verloren. Nur eben den Foto, der aber auch schon recht alt war und einige Macken hatte. War also für mich nicht supermegaduperschlimm. Nur Schlimm. Neue Schlüssel bekam ich auch sofort, was mir ziemlich unangenehm war, denn das war ja schon das zweite Mal, dass ich sie verloren hatte, auch wenn ich sie nach LaPaz wiederbekommen hatte. Aber ohne Schlüssel ging das in meiner Familie nunmal nicht, und meine Gasteltern fanden das auch nicht sonderlich schlimm. Auch dem ganzen Kleinkram weinte ich natürlich nicht groß nach, um die Tasche war es schade, aber da gab es auch milliarden neue in LaCancha... Lediglich der Verlust meines Handys war mir arg. Darin waren einfach so viele Erinnerungen, Fotos, Musik, außerdem meine Kontakte (die konnte ich natürlich wiederbekommen, nur hatte ich Angst, dass sie möglicherweise missbraucht werden könnten...). Es hatte einfach großen emotionalen Wert und ich frage mich, warum ich es nicht einfach zu Hause gelassen habe... Aber so ist das nunmal und ich werds überleben. Wäre nur schön gewesen, wenn ich diese Erfahrung ohne mein Handy hätte machen können...
28.3.14 23:45
 


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