La vida en Bolivia
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Eine kleine Reise - #3 Uyuni

Wir erreichten Uyuni gegen 17Uhr und hatten damit genug Zeit, uns zunächst nach einer Agentur umzusehen, mit der wir den 3-Tages-Trip um Uyuni machen konnten. Das finden war auch weniger schwer denn es gibt ca 60 Agenturen die diese Tour anbieten. Wir waren also auf der Suche nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach einigem rumfragen und informieren saßen wort schließlich im Office einer Agentur die ziemlich gut klang und auch für uns den Preis etwas senken wollte. Wir beschlossen unsere Taschen dort zu lassen um Geld zu holen und die Agentur zu buchen. Auf dem Weg sahen wir dann eine andere Agentur, die uns empfohlen wurde und wollten das dann nicht unversucht lassen. Also hörten wir uns auch noch an was sie anboten (v.a. Preis und Essen, die Tour war eigentlich bei allen gleich) und änderten kurzfristig den Plan^^ Das Geldabheben war kurz ein kleiner Schock, denn der Automat der Bank an der ich sonst immer immer problemlos abheben kann, sagte mir, dass meine Karte diesen vorgang nicht leisten kann. Supi. Es konnte eigentlich nicht sein, dass ich zu wenig Geld hatte, war also nach dem dritten vergeblichen Versuch recht frustriert. Es beruhigte mich jedoch zumindest ein wenig, dass auch ein anderer deutscher Mann nach uns dort kein Geld abheben konnte. Dennoch, ich brauchte ja Geld.. Netterweise fuhr mich der Fahrer unserer neuen Agentur zu einer etwas weiter entfernten Bank und glücklicherweise war dieser Automat freundlicher zu mir! Nachdem wir gezahlt und alles geklärt hatten mussten wir ja noch unsere Taschen aus dem anderen Office holen, was ein wenig unangenehm war^^ Ein Hostel für diese Nacht hatten wir dann auch schnell gefunden, sowie ein nettes Restaurant mit superguter Pizza Lustigerweise kamen zwei Mädchen, die in Potosi mit uns die Museumstour gemacht hatten, ins gleiche Lokal! Wir würden ihnen auch noch während der Uyunitour immer wieder begengen^^ Außerdem begegneten wir geschätzten 430239429 Deutschen. Die sind hier überall :D Tag 1 Am nächsten Morgen trafen wir uns um halb elf am Office unserer Agentur und lernten dort unsere zwei Mitreisenden für die nächsten 3 Tage kennen, Vera (24) ais der Schweiz und Alar (35) aus Estland, sie waren beide supernett! Wir luden unsere großen Taschen auf das Dach eines schicken recht neuen weißen Landrovers und machten es uns innen gemütlich, natürlich die kleinen nach hinten...^^ Es war lustig zu sehen, wie entlang den Straßen massenhafte weitere Landrover von anderen Agenturen beladen und fertig gemacht wurden! Man glaubt nicht, wie vueler Menschen täglich diese Tour machen wollen. Die erste Station unseres Trips war ein Eisenbahnfriedhof. Hier in Bolivien gab es früher einige Züge, das hat sich aber irgendwann nichtmehr gelohnt als sich der Trufi- und Micro-Verkehr durchgesetzt hatte. Somit ist der Eisenbahnverkehr "ausgestorben".. Der Friedhof war eine starke Kulisse und überall sah man die Touristen auf den alten Zügen rumklettern. Der nächste Stop war in einer Stadt, die früher nur vom Salzexport lebte. Da das aber nicht genug einbrachte, nutzen sie heute noch den Tourismus, in einem langen Markt findet man alle möglichen Souvenirs und traditionellen Dinge die das Turiherz begehrt. Kurze Zeit später befuhren wir dann die Salzwüste, es war beeindruckend, Salz so weit das Auge reicht! Ich fragte mich, wie unser Fahrer Henry wusste, wo er langfahren musste... An einem alten Haus ließ Herny uns aussteigen und erklärte uns, das sei ein ehemaliges Hotel, das jedoch aus Umweltschutzgründen geschlossen werden musste. Die Hostels befanden sich nun am Rand der Salzwüste. Nach diesem kleinen Stop ging es weiter zu einer Kaktusinsel mitten in der Salzwüste. Das sieht wirklich absurd aus! Nach dem Mittagessen, das Henry sehr liebevoll zubereitet hatte, hatten wir etwas Zeit, die Insel zu erkunden und Bilder zu machen. Danach gings dann zum Highlight des Tages: wir furhen etwas weiter raus in die Wüste, wo wirklich keine Menschenseele mehr war und dort ging das Fotoshooting los :D Da die Wüste total flach ist, kann man die kreativsten Perspektiv-Bilder machen, allein durch unterschiedliche Distanzen zum Fotografen. So liefen wir bspw auf einer Banane, standen auf einer Colaflasche, oder waren Riese und Zwerg... es war eine Gaudi! Als es schließlich ziemlich kalt und langsan dunkel wurde, fuhren wir dann zu unserem Hostel. Es war total urig uns süß, Boden, Wände, Tische, Stühle und Betten aus Salz! Wir bekamen zunächst Tee und etwas später dann ein feines Abendessen. Was für ein erster Tag! Tag 2 Um sechs Uhr klingelte unser Wecker, eigentlich trafen wir uns erst um sieben zum Frühstück, aber am Abend zuvor beschlossen wir, uns den Sonnenaufgang anzusehen. Die anderen entschieden sich dann morgens doch spontan für mehr schlaf, also stand ich alleine auf und erlebte einen wunderschönen Sonnenaufgang im Nirgendwo mit Blick auf eine riesige Salzwüste! Die anderen hatten wirklich etwas verpasst. Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst eine Stunde zu einer kleinen Stadt und anschließend an einen Ort mit großen bekletterbaren und fotogenen Steinfelsen, deren beider (Stadt und Felsen) Bedeutung ich leider nicht mitbekommen hatte, da ich ja hinten im Auto saß und das Fahren auf den steinigen Straßen recht laut war... Später machten wir Halt um aus der Ferne einen halbaktiven Vulkan zu betrachten. Es war super einsam dort, bus auf ein paar Berge in der Ferne und einem Eisenbahngleis war um uns herum nur eine flache Stein- und Staubwüste... es war beeindruckend! Und nur ein paar Minuten weiter erreichten wir die erste von drei Lagunen, an denen wir halt machten, schon veränderte sich die Landschaft wieder! Es war absurd, für mich passte das Bild nicht: Im Hintergrund Berge mit Schneekuppen, am Fuß der Berge wuchsen kleine Büsche wie in der Provence und nach einem Streifen Salzboden kam ein kleiner See mit Sträuchern, Flamingos und Möven! Zusätzlich tummelten sich hier wieder unzählige Touristen.. Aber die Lagune war wirklich schön und wir genossen die Aussicht noch ein wenig während des Mittagessens. Nachdem wir auch die anderen beiden ähnlichen Lagunen gesehen hatten ging es höher rauf, jetzt waren wir wirklich im Nirgendwo, un uns herum nur eine Wüste aus Stein und Erde. Und wir konnten unseren Augen nicht trauen, als es plötzlich anfing zu schneien! Richtig stark sogar, er blieb auch relativ schnell liegen. Übermütig sprangen wir aus dem warmen Auto in die Eiseskälte und bejubelten den Schnee :D Leider wurde uns dadurch jedoch die Sicht auf den 7Farbenberg verhindert, der seinem Namen wohl alle Ehre macht... schade! Dafür machten wor noch einen kurzen Halt beim "Steinbaum", einem großen Felsen, der die Form eines Baumes hat. Es war jedoch viel zu kalt um mehr als die obligatorischen Bilder zu machen... Nach einem letzten See, der durch bestimmte Pflanzen, Tiere und Metalle unterschiedliche Farben hat ubd darum auch den Namen "Laguna colorada" trägt, kamen wir schließlich an unserem nächsten Hostel an. Halb verfrohren genossen wir den heißen Tee, später das Abendessen und den Wein den Henry uns spendierte und führten tiefgründige Gespräche! Da es aber am nächsten Morgen schon um 5Uhr Frühstück geben würde, krochen wir auch bald unter unsere jeweils 4 Decken, die uns leider trotzdem nicht wirklich warmhalten konnten... Tag 3 Noch im Dunkeln fuhren wir am nächsten Morgen los und suchten auf der einstündigen Fahrt zu unserem ersten Ziel noch ein wenig Schlaf. Was uns dann erwartete war atemberaubend! Wir hielten an einem Ort mit supervielen Geysieren, der Wasserdampf ist teilweise richtig in die Luft geschossen. Zusätzlich ging gerade die Sonne hinter den Bergen auf..... es war wirklich uuuunfassbar schön! Und es wurde fast noch besser, denn nachdem wir ca 63836 Bilder gemacht hatten fuhren wir ein wenig weiter zu den "aguas calientes", einer Art Naturpools. Total durchgefroren feierten wir das 30ºC heiße Wasser und die Aussicht auf die Lagunen dahinter - traumhaft! Das Verlassen des Wassers war leider nur halb so traumhaft.. Aber gut, wir waren danach gut aufgewärmt. Wir besichtigten noch eine weitere Lagune und kamen wir schließlich an die Grenze zu Chile, wo wir Alar verabschiedeten und unsere Tour quasi endete. Jetzt stand uns nur noch eine 8Stunden-Heimfahrt bevor. Ich persönlich genoss diese Fahrt sehr, denn ich hatte die komplette Rückbank für mich, die Aussicht war total schön und zusätzlich hörten wir (wie die ganze Tour über) meine Musik über das Autoradio ^.^ so lässt es sich leben! Von Uyuni aus ging es dann mal wieder per Nachtbus weiter. Sarah und Kendall fuhren zurück nach Cochabamba, auf Simone und mich wartete noch eine Etappe.
26.3.14 21:15
 


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