La vida en Bolivia
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Día del peatón

Wie bereits erwaehnt gibt es hier in Bolivien viele viele Feiertage. Einer davon gilt der Umwelt und wird vier Mal im Jahr gefeiert, das ist der Fussgaengertag.

Am vergangenen Sonntag herrschte hier hoechster Ausnahmezustand. Es fuhr kein Bus, Taxi, Motorrad oder Auto, und wer doch erwischt wurde kam nicht gerade gut davon... Die ganze Stadt, so schien es, war zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs, sehr ungewoehnlich! Normalerweise sind die meisten Boliviander ziemlich fussfaul (nehmen ein Trufi fuer 4Blocks, kein Scherz), doch an diesem Tag mit bestechend gutem Wetter schien jeder die Bewegung zu geniessen. Die Parks waren voll, die Strassen ebenso belebt und im Zentrum steppte der Baer! Es war ein riesiges Fest mit Essens-, Schmuck- und Klamotten-Staenden, Live-Musik, Ponyreiten, Karoussels und noch mehr. Die Stimmung war so froehlich, unbesorgt und entspannt, ich genoss es richtig, durch die Strassen zu schlaendern. Nur schade war, dass ich das alleine machen musste.. Es ist richtig komisch, ein Voluntaer nach dem anderen geht jetzt und es kommen kaum neue nach. Allein letzte Woche mussten wir uns von sechs Freunden verabschieden, darunter Simone, Kendall und Soren, mit denen ich sehr viel Zeit verbracht habe. Sarah sehe ich jetzt auch etwas weniger, da sie mehr Zeit mit ihrer neuen Mitbewohnerin verbringt. Bleiben noch fuenf Jungs, von denen man aber auch zwei quasi nie sieht... An die grosse Gruppe gewoehnt ist das schon sehr seltsam. Aber immerhin werden die kommenden Wochen gut mit Aktionen und Arbeit gefuellt sein!

Naja aber so langsam zieht es ich jetzt auch wieder heim. Ich habe wahnsinnig viel gesehen und erlebt und bin voll mit Eindruecken, meine besten Freunde sind nicht mehr da und ich vermisse meine Lieben in Deutschland... Die letzten 18Tage hier werde ich noch gut geniessen aber dann bin ich auch froh, wieder nach Hause zu kommen

8.4.14 00:58


Ein bisschen Kultur - #4 Die Leute

Eine ganze Menschenmasse zu beschreiben laeuft immer darauf hinaus, dass man verallgemeinert und die vielen Ausnahmen uebergeht. Das wird auch hier der Fall sein, ausserdem werde ich vermutlich den Menschen bei weitem nicht gerecht und kann nicht alles aufzaehlen, trotzdem will ich festhalten, welche Erfahrung ich mit den Bolivianern gemacht habe.        Zu allererst muss ich sagen, die Menschen hier sind zum Grossteil superfreundlich, hilfsbereit, gespraechig und herzlich! Auf den ersten Blick koennte man etwas gegenteiliges denken, denn Bolivianer (wenn auch optimistisch und freundlich) sind kaum mit einem Laecheln im Gesicht unterwegs. Doch schon wenn man sie auf der Strasse gruesst, freuen sie sich sichtlich und gruessen froehlich zurueck. Dennoch sind nicht alle hier Fans von uns "Gringos" (Weissen). Im Allgemeinen wird man aber, ob alt bekannt oder total fremd, ziemlich schnell zur "hijita" (Toechterchen), "mamita" oder "mi amor", das finde ich total schoen!        Ausserdem sind die Menschen hier wahnsinnig familienbezogen. Wie schonmal beschrieben, kommen oft abends Verwandte vorbei, an Festen sowieso und da Pillo und Kondom nicht sonderlich emanzipiert sind faellt das entsprechend gross aus...        Fuer solche "modernen" oder allgemein fuer neue Dinge sind Bolivianer nur schwer zu begeistern. Sie sind ziemliche Gewohnheitstiere und noch immer total traditionell. Das ist zwar zum einen echt beeindruckend und gefaellt mir auch, aber das hat z.B. auch zur Folge, dass der neue Praesident Evo Morales ziemlich unbeliebt ist, da er vieles veraendert. Der Witz an der Sache ist, dass es zum Grossteil gute Veraenderungen sind... Aber es aendert eben den Alltag und das passt den meisten nicht.        Die bolivianische Jugend geht aber schon zum Teil einen anderen Weg. Waehrend tagsueber noch immer zum Grossteil recht pruede oder einfach schlichte Kleidung getragen wird, putzen sie sich zum Ausgehen so richtig raus! Viel Haut und viel Make-up ist dann angesagt. Bolivien am Tag und bei Nacht ist wie Schwarz und Weiss (und nicht nur wegen des Lichts...).        Zudem habe ich festgestellt, dass der Bolivianer die Sonne meidet. Er laeuft immer auf der Schattenseite und wenn es keine gibt, hat er einen Regenschirm oder seine Jacke ueber dem Kopf. Oder die Cholitas (traditionell gekleideten Frauen) eben ihren Hut. Aber meistens sind die menschen ja eh nicht zu Fuss unterwegs...        Ein weiterer nennenswerter Punkt ist die "bolivianische Zeit". Hier gilt: bis zu einer halben Stunde spaeter ist man auch noch puenktlich. Daran konnte ich mich bis heute nicht gewoehnen, selbst wenn ich versuche zu spaet zu sein, laeuft das trotzdem nur auf 5Minuten raus... Sehr erstaunlich finde ich aber in Anbetracht der bolivianischer Zeit, dass die Reisebusse, die in die anderen Staetde fahren, ueberaus puenktlich starten!        Auch bereits erwaehnt habe ich, dass hier ziemlich viel Armut herrscht und arme Menschen sind Meisterdiebe. Es wird keine Gewalt angewandt, Bolivien ist eines der "sichersten" und ruhigsten Laender Suedamerikas, aber wenn man nicht staendig auf seine Sachen aufpasst, werden sie einem ganz schnell still und heimlich entwendet.        Eine letzte Sache, die indirekt auch die Menschen charakterisiert, will ich noch nennen: Die Sprache. Das bolivianische Spanisch is vergleichsweise langsam und deutlich, ausserdem voll mit Verkleinerungen. Neben Woertern, die wir auch im Deutschen hin und wieder verniedlichen, wie Tochter, Katze oder Haus, kann man hier wirklich ALLES verkleinern. Auch sowas wie "dort" oder "jetzt". Mir gefaellt das total! Das macht alles irgendwie noch netter und suesser, so wie eben die Menschen hier auch sind
11.4.14 17:29


Erfahrungsbericht

Vor einer Weile bat mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad, einen Erfahrungsbericht für die Homepage der Organisation zu scheiben. Jetzt vollendet will ich diesen auch hier festhalten (das ist jetzt ohne Absätze noch blöder als sonst, aber was soll man machen...): “Bolivia, te quiero“ Als sich meine Schulzeit langsam dem Ende näherte und sich die große Frage stellte: “Wie soll es weitergehen? “, war für mich schnell klar, dass ich mir eine Auszeit gönnen und ins Ausland gehen wollte. Meine Suche nach einem Freiwilligendienst endete schließlich bei ProjectsAbroad und einem Musik-Therapie-Projekt in einem Kinderheim in Bolivien. Ich war sofort begeistert von der Beschreibung und mit Musik als meine große Leidenschaft musste ich nicht lange nachdenken und meldete mich gleich an. Es würde meine erste große Reise alleine sein, darum war ich überaus glücklich mit ProjectsAbroad. Schritt für Schritt führten sie mich durch meine Vorbereitungszeit, sagten mir was ich als nächstes tun sollte und waren stets bereit, alle meine Fragen schnell und ausführlich zu beantworten. Auch während meines Aufenthalts war immer Hilfe zur Stelle, die Mitarbeiter sind alle sehr sehr nett, hilfsbereit und kümmern sich gut um jeden Volontär! Als ich meine Reise schließlich antrat fühlte ich mich bestens vorbereitet und in guten Händen. Ich war größtenteils über mein Projekt, meine Familie und die bolivianische Kultur und Lebensweise informiert und brachte drei Jahre Schulspanisch mit. Meine Vorfreude wurde dann auch nicht enttäuscht, im Gegenteil: Mein in erster Linie über das Projekt ausgewähltes Land zeigte sich als die beste Wahl die ich für mich hätte treffen können! Die Menschen hier sind unheimlich freundlich, herzlich und hilfsbereit, Bolivien ist noch immer geprägt von Tradition und Kultur, das bolivianische Spanisch ist verhältnismäßig klar und langsam und damit leicht zu lernen und zu verstehen, außerdem ist das Essen richtig gut. Auf unseren Wochenendtrips sahen wir Volontäre eine riesige Vielfalt an Natur, beeindruckende Landschaften, lernten viel über die Geschichte und Kultur Boliviens aber erlebten natürlich auch viel Armut. Als eines der ärmsten Länder Südamerikas ist es dennoch erstaunlich ruhig und vergleichsweise sicher in Bolivien, solange man es nicht provoziert und gut auf sich und sein Eigentum aufpasst. Cochabamba schien mir außerdem der optimale Ort, in Bolivien zu leben. Die Stadt ist größer als ich dachte, dennoch ist man mit Trufis, Micros und Taxis immer schnell am Ziel und im Zentrum ist man gut zu Fuß unterwegs. Cochabamba ist eine sehr grüne, belebte und nie langweilige Stadt mit meistens gutem Wetter (wenn man nicht gerade in der Regenzeit kommt). Es gibt sowohl viele Parks und Plätze zum entspannen als auch unzählige Cafés, Restaurants, Bars und Clubs, eine feierfreudige bolivianische Jugend und auch immer andere Volontäre, um seine Freizeit nicht alleine verbringen zu müssen. Auch meine Arbeit gefiel mir richtig gut. Neben dem Musikprojekt half ich noch etwas im Kindergarten desselben Waisenhauses aus. Den Musikraum können die Kinder in ihrer Freizeit aufsuchen wann immer sie wollen. Dort stehen Gitarren, ein Schlagzeug, Flöten, Trommeln, Zampoñas (Panflöten) und Charangos (Art kleine Gitarre mit 5 Doppelsaiten) bereit, bespielt zu werden. Ich hatte zunächst ein paar Schwierigkeiten beim Lehren der Instrumente: Zum einen war ich nicht an die Solmisationssilben (Do Re Mi Fa….) gewöhnt und zum anderen waren mir natürlich die bolivianischen Lieder und Rhythmen fremd. Doch ich hörte mich schnell ein und fand auch große Begeisterung für “meine” Musik in den Kindern. So konnten wir am Ende meiner Zeit in Bolivien sogar ein kleines Konzert im Kinderheim veranstalten. Die Arbeit im Kindergarten fiel für mich etwas anstrengender aus als das Musikprojekt. Die Kinder waren unheimlich süß und anhänglich und sind mir sehr ans Herz gewachsen, doch ich merkte einen großen Unterschied zu den deutschen ”regulären” Kindergärten. Die Kinder im Heim mussten schon viel mitmachen und durften keine behütete Erziehung in einer Familie genießen. So merkt man, dass sie schneller gewaltbereit sind und oft sehr berechnend handeln. Die Tías (Erzieherinnen) pflegen darum eine relativ strenge Erziehungsweise, was zwar nötig, doch für mich nicht immer einfach war. Dennoch schätzte ich meine Arbeit dort sehr und es fiel mir unheimlich schwer, die Kinder schließlich zu verlassen! Meine 3,5 Monate im Ausland waren für mich die perfekte Zeitspanne. Man lernt die Kultur und die Menschen kennen, man hat Zeit, sich gut einzuleben, Freundschaften zu schließen und die wichtigsten Orte zu bereisen. Es war zudem für eine Person wie mich, die recht stark an die Heimat gebunden ist, eine annehmbare Zeit fern von Familie und Freunden. Ich habe meine Zeit in Bolivien unheimlich genossen, habe viele viele liebe Menschen getroffen, unglaubliche Dinge erlebt und eine ganz andere Welt kennen gelernt. Dementsprechend schwer fiel mir der Abschied, ich habe die Kinder, meine “zweite Familie” und ja, im Prinzip das ganze Land richtig ins Herz geschlossen. Aber andererseits ist es doch auch immer wieder schön, nach Hause zu kommen!
17.4.14 17:27


Last update!

Die letzten Wochen waren ziemlich anders fuer mich, nicht unbedingt schlechter. Im Gegenteil, ich bin echt froh, dass ich auch diese Zeit erlebt habe. Unter der Woche habe ich etwas mehr gearbeitet als sonst. Im Musikprojekt haben wir uns auf ein kleines Konzert vorbereitet und viel geprobt, mit den anderen Volontaeren sind wir noch einmal in das Altenheim gegangen, in dem wir in meiner ersten Woche waren, Sarah und ich haben dort auch ein wenig gesungen. Am 12. war Tag des Kindes und deshalb grosse Party im Kinderheim (auch schon am 11.). Eigentlich wollten wir auch dort 2 oder 3 Stuecke spielen, aber das fiel leider wegen schlechter Organisation aus (wie so oft...). Doch fuer die Kinder war es trotzdem eine Gaudi, es gab Geschenke, Torte, Suessigkeiten, einen Maltisch, eine Clownsshow und auch einige Gruppen des Kinderheims haben etwas vorgefuehrt (unter anderem haben meine kleinen Kiddies gesungen *__*). Ausserdem hatte ich meine letzten Salsastunden und wir waren noch einmal Volleyball spielen. Die Wochenenden waren sehr ruhig und da ausser Sarah und mir alle anderen Volontaere auf reisen waren, verbrachte ich sie groesstenteils mit meiner Familie oder eben mit Sarah. Ostern ist hier ein wenig untergegangen, leider! Carlos meinte, so sehr die Boliviner auch Feiern lieben, waeren komischerweise die grossen Feste wie Weihnachten und Ostern ziemlich unspektakulaer hier. Am Gruendonnerstag wurde ganz normal gearbeitet, auch ich musste im Office den Bericht fertig schreiben und im Kinderheim proben. Auch Karfreitag (obwohl der wichtigste Feiertag an Ostern hier in Bolivien) fuhren die Trufis ganz normal und viele Leute arbeiteten. Dass an diesem Tag kein Fleisch gegessen wird ist hier normalerweise auch ueblich, nur in meiner Familie nicht... Auch als ich ungefaehr zum 20.Mal gesagt habe, dass ich kein Fleisch essen moechte, hatte ich immernoch das Gefuehl, dass meine Familie das immer noch nicht so ganz realisiert hatte... Letztendlich bekam ich immerhin dann einen grossen Salatteller und 2 Kartoffeln. Sie haben mir dann uebrigens auch noch Fleisch angeboten... ^^ Abends war ich dann noch mit Sarah noch im Kino. Am Samstag war unser Konzert im Kinderheim. Wir spielten sowohl viele nationale Stuecke als auch ein paar nicht bolivianische, wie "Rolling in the deep", "It's my life" oder "We are the world". Es hat erstaunlich gut geklappt, nach der Pleite am Tag des Kindes waren Sarah und ich recht skeptisch, aber alles lief problemlos ab und es hat viel Spass gemacht Ostersonntag war hier auch total unspektakulaer. Sarah und ich wollten eigentlich in einen Gottesdienst gehen, doch wir kannten keine "normale" Kirche, nur viele viele Metodisten, Neuapostolen und sonstige Spezialitaeten. Und unsere Familien konnten uns da leider auch nicht weiterhelfen. Ich wollte Ostern aber nicht ganz an mit vorbeiziehen lassen darum fuellte ich morgens ein Osternest fuer mein Bruederlein Mati, der hat sich auch riesig gefraeut             Ich bin jetzt im Endspurt, dreieinhalb Tage bleiben mir nurnoch, dann bin ich schon wieder ueber den Wolken auf dem Weg nach Hause! Montag und Dienstag wird nochmal gearbeitet, ausserdem habe ich mit meiner Familie und auch mit den Volontaeren noch jeweils ein Abschiedsessen. Am Mittwoch ist dann grosser Packtag (bin gespannt wie viel Uebergewicht ich haben werde...^^) und ein letzter Abstecher ins Kinderheim ist auch geplant. Donnerstag frueh um 7 (bol.Zeit) geht mein Flieger nach SantaCruz. In SaoPaulo leistet mir eine Volontaerin, die gerdae dort ist, etwas Gesellschaft und am 25. komm ich dann vormittags wieder im schoenen Deutschland an... Ich freu mich riesig!
20.4.14 21:40





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