La vida en Bolivia
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Aktion in der Guardería

Fuer Donnerstag-Nachmittag hatten Evelzin und ich ein paar Spiele fuer die Kinder in der Guardería vorbereitet. Von Tía Silvia hatten wir vorher Bilder bekommen, auf denen ufgelistet war, was Kinder in diesem Alter lernen bzw koennen sollten, so konnten wir den Spielen auch noch einen Lerneffekt anheften.
Wir fingen an, einen Ball im Kreis herumzureichen und dabei immer "rechts" oder "links" zu sagen. Um die Richtungsangaben zu erleichtern, banden wir jedem Kind ein Stueck faden um das linke Handgelenk. Hat aber leider weniger genuetzt als erhofft... Aus dem Weiterreichen machten wir dann Zuwerfen, zunaechst dem Nachbarn, spaeter irgendwem. Als das dann aber ausuferte, weil jeder "ich" oder "hier" rief und aus dem Kreis ein Haufen wurde, starteten wir ein neues Spiel. In 2 Gruppen aufgeteilt musste immer der erste der Reihe mit einem Ball eine kurze Strecke rennen, zurueck laufen, den Ball dem Naechsten geben und sich hinten anstellen. Der Naechste war dann dran mit rennen, Staffellauf quasi. Das war fuer die Kinder schon nicht immer ganz klar, aber trotzdem eine Gaudi! Schwieriger wurde es aber noch beim naechsten Spiel: In den gleichen Gruppen wurde der Ball von vorne nach hinten durchgegeben, der Hinterste musste dann mit dem Ball nach vorne laufen und es ging wieder von vorne los. Ich hatte wirklich nicht gedacht, dass das fuer die Kids so kompliziert sein wuerde, dass man ihnen fast jedes mal aufs Neue sagen musste, was zu tun war. Das werden wir also auf jeden Fall ein paar mal wiederholen!
Als die Kinder dann langsam muede wurden, gingen wir vom Hof der Guardería rein und liessen sie Fussbaelle ausmalen, die wir auf Papier gemalt hatten.
Sowohl die Kinder als auch Silvia, Evelin und ich waren zufrieden mit unserer Arbeit. Darum entschieden wir, nun jeden Donnerstag-Nachmittag etwas Aehnliches vorzubereiten. Ausserdem werden in naechster Zeit noch mehr Voluntaere in die Guardería kommen, so gibt es bestimmt immer wieder neue Ideen.
In das Musikprojekt ist uebrigens heute noch ein deutsches Maedchen (Sarah) gekommen, das ist klasse! Wir wollen jetzt mal versuchen, ein paar Charts oder Aehnliches einzufuehren :D Bin mal gespannt wie das klappt!
4.2.14 20:57


Wochenendeee

Dieses Wochenende war wieder mal ereignisreich. Am Freitagabend war ich zunaechst mit Simone verabredet, um endlich ein Hostel fuer Oruro zu finden, vergeblich Wir haben jetzt nurnoch eine Chance, eine Bekannte hat einen Onkel dort, moeglicherweise kann der ein paar von uns beherbergen aber das ist noch nicht klar.. Alles andere ist ausgebucht.
Anschliessend trafen wir uns mit 3 weiteren Voluntaeren im "Casablanca", ein gemuetliches Restaurant mit Bar. Die anderen gingen anschliessend noch auf einen Geburtstag, doch ich musste mich leider ausklinken, da ich am Vortag und auch an diesem Tag irgendwie krank war, voellig kraftlos und mir war schwindelig... Ich wollte es nicht schlimmer machen und machte darum an diesem Abend und dem naechsten Vorittag lieber eine Pause, danach wars dann auch wieder besser. Samstagnachmittag gingen wir mal wieder in unser Standartcafé Mulino (das 7.Mal in 3 Wochen... :D), liefen ein wenig durch die Stadt und fuhren dann abends ins Kino. Den Namen des Films konnte ich mir leider nicht merken, steht auch komischerweise nicht auf der Eintrittskarte... Aber der laeuft glaube ich auch in Deutschland, es geht um zwei ehemalige Boxer, die nach 30Jahren den langersehnten Revanche-Kampf veranstalten... Guter Film! Zu unserem Glueck war er auch auf englisch mit spanischem Untertitel.
Sonntagmorgen war ich endlich mal joggen, ganz in der Naehe von meinem Haus ist ein langer Park, total schoen zu laufen und es ging besser als gedacht trotz der Hoehe! das mach ich jetzt oefter
Den Vormittag verbrachte ich mit meiner Gastfamilie. Ich hatte beim Fruehstueck nebenbei erwaehnt, dass ich mir mal demnaechst neue Schuhe kaufen wollte. Also sassen wir ca 10min spaeter im Auto und fuhren zu dem riesigen Markt "La Cancha". Der ist wirklich unheimlich gross, man muss mindestens 3 oder 4 mal hin, um eventuell alles gesehen zu haben... Leider haben wir nichts gefunden, waren auch nicht so lange dort denn dann war schon Mittagessenszeit. Wir fuhren an einen Ort etwas ausserhalb und assen dort die Sonntagsplatte Chicharron. Cicharron ist ein typisches bolivianisches Gericht mit sehr viel Schweinefleisch von verschiedenen Stellen auf einem Bett von grossen gekochten Maiskoernern. Sehr lecker! Und die Sonntagsplatte ist "entweder fuer einen sehr hungrigen Carlos oder fuer drei Rocios und Leas", um meine Gastmutter zu zitieren. Carlos hat aber an diesem Tag keine ganze Platte alleine gegessen, das kann ich mir auch echt nicht vorstellen, die sind riesig! Wir teilten sie uns zu dritt und assen dazu noch Huminta (koestlich!!), eine dicke Masse aus Mais und Kaese, wohl ziemlich fettig, eingewickelt in Maiskolbenblaetter :D Es stopft ziemlich, nach dem Essen fuehlte ich mich dementsprchend voll... Schlimmer als an meiner Konfirmation und das soll was heissen :D Wir kugelten uns zurueck zum Auto und fuhren nach Hause. Kurz darauf traf ich mich schon wieder mit Simone, Kandell und Soren lustigerweise in LaCancha. Aber wie gesagt, man kann da nicht zu oft hingehen! Es war irre warm an dem Tag, nach dem vielen Laufen in der Sonne waren wir also alle recht platt. Dennoch trafen wir uns anschliessend mit weiteren Voluntaeren und bolivianischen Freunden, denn es kam ja der Superball! In einer grossen Sportsbar feierten wir zunaechst jeden Punkt der Seattle Seahawks (denn Kandell kommt aus Seattle, allen anderen wars egal^^). Als es aber dann ca 80:8 stand wollten v.a. die bolivianischen Mitglieder unserer Gruppe lieber noch etwas tanzen gehen. Da eh abzusehen war wie es ausgehen wuerde, war auch Kandell einverstanden und wir feierten den Sieg in einer Disko weiter. Lustigerweise stellten wir fest, dass die bolivianische Jugend nicht gerne zu den europaeischen Rhythmen und Partzhits tanzt. Denn als Simone und ich den DJ um "etwas schnellere n-tz-n-tz-Musik" baten, war die Tanzflaeche ploetzlich unser... Banausen :D
4.2.14 21:21


Lecker lecker Meerschweinchen

Familie wird in Bolivien gross geschrieben, das hatte ich schon daran gemerkt, dass immer wieder abends Verwandte auftauchten, man gemeinsam Tee trank und schwaetzt. Teilweise gleicht das fast einer Hausparty, so viele kommen da auf einmal! Es ist meistens sehr lustig und interessant, aber auch ein bisschen anstrengend, so viel spanisch durcheinander! Aber ich merke immerhin schon, dass ich mich verbessert habe
Am Freitag hatte Rocios Neffe Geburtstag und natuerlich war die ganze Verwandschaft zum Mittagessen eingeladen. Ich fuhr also nach der Arbeit direkt in die Stadt, Rocio gabelte mich auf, wir holten Matias vom Kindi ab und fuhren dann zum haus von Rocios grosser Schwester. Sie, ihre Mutter und eine Freundin waren schon fleissig am Kochen und Torte (!riieessig!) vorbereiten, waehrend die maenner im Wohnzimmer sassen und sich unterhielten, wie es sich gehoert.... Rocio und ich gesellten uns in die Kueche und halfen ein wenig mit. Als ich gerade den haufen Fleisch entdeckte, aus dem einzelne kleine Fuesschen ragten, fragte mich die Schwester, ob ich schon mal Meerschweinchen gegessen haette... Das das hier eine Spezialitaet ist wusste ich bereits, da ich aber von ein paar leuten gehoert hatte, dass es etwas speziell schmecken soll, war ich sehr gespannt darauf, es selbst zu probieren. Ich war allerdings froh, als ich erfuhr, dass wir leider leider nicht die Rinderzunge essen werden, denn die war erst fuer den nachmittag geplant. Mir hat's auch gereicht sie zu sehen :D
Das Essen war schliesslich fertig, das Geburtstagskind (21) dann auch heimgekommen und wir setzten uns an den grossen Tisch. Die Meerschweinchenschenkel kamen in einer Suppe, wie ich sie hier schon oft gegessen hatte: Bruehe, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln und eben das Fleisch. Letzteres darf man guetigerweise hier mit den Haenden essen, bei den vielen kleinen Knochen waere das mit Besteck auch kein  Spass. Ich fand den Geschmack des Fleisches garnicht sonderlich aussergewoehnlich, es hat wirklich gut geschmeckt. Es war lediglich etwas gewoehnungsbeduerftig, die kleinen Fuesschen aus der Suppe ragen zu sehen...
10.2.14 20:16


Noch ein Wochenende

Eigentlich hatten Simone und ich vor, dieses Wochenende an den naechsten Strand nach Chile zu fahren. Leider fiel das ins Wasser, denn wir konnten nicht mit dem Bus ueber Nacht fahren, wie nach Sucre, da man die Grenze nur tagsueber ueberqueren kann. Wir haetten also Freitag frueh losfahren, 14Stunden spaeter in Chile gleich schlafen, Samstag Strand geniessen und Sonntag frueh schon wieder heimfahren muessen. Lohnt sich eher weniger. Leider hatten wir das zu spaet erfahren, um noch mit den anderen nach Torotoro fahren zu koennen. Also planten wir zusammen mit Kandell und Sarah, die auch dageblieben waren, nach Chapare in den "Dschungel" zu fahren. Bloed, dass es die letzten Tage so viel geregnet hat, die Fluesse dort ueberflutet sind und es zu gefaehrlich gewesen waere hinzugehen. Langsam gingen uns die Alternativen aus. Im Turi-Office bekamen wir ein paar Moeglichkeiten vorgeschlagen, die wir dann spontan zusammenwuerfelten.
Zunaechst war am Freitagabend eine Salsa-Party in unserer Schule, mit Diskokugel und ohne staendigem Routieren ist es doch nochmal ein Stueck spassiger! Es ging aber nicht allzu lange, darum suchten wir uns noch ein anderes schoenes Oertchen. Und ich muss zuruecknehmen, was ich letztens ueber die bolivianische Jugend und Chart-Hits gesagt habe, denn dort wurde ein hit nach dem anderen gefeiert! Da fuehlt man sich doch gleich fast wie zu hause
Fuer Samstag hatten wir uns dann die "Aguas calientes" vorgenommen. Mit dem Trufi in den Nachbarort waren wir schnell gefahren, auch ein Folgetrufi, das uns nach Liriuni zu den Pools fahren wuerde hatten wir leicht gefunden. Nur dann mussten wir eine halbe Ewigkeit warten, denn die Fahrt lohnt sich erst ab sechs Passagieren. Tja, bloed. Also warteten wir darauf, dass zufaellig zwei leute vorbeilaufen, die auch gerade nach Liriuni wollten. Irgendwann kam der Busfahrer auf die idee, in anderen rumstehenden Trufis zu fragen, ob sie auch auf weitere Mitfahrer warteten und so konnten wir endlich losfahren. Nach ca 45 Minuten Fahrt in Serpentinen den Berg rauf kamen wir an eine Anlage mit einem grossen Gebaeude und zwei etwas schaebigen Schwimmbecken. Wir waren etwas verwirrt, irgendwie hatten wir uns so etwas wie Naturpools vorgestellt. Aber gut, schnell umgezogen stiegen wir in das wunderbarwarme Wasser und versuchten, unsere vom Joggen, Workout und Salsa geplagten Muskeln ein wenig zu entspannen. Leider regnete es und da ziemlich viele Leute da waren, war es nicht so sonderlich entspannend. Schade! Da hatten wir uns irgendwie mehr versprochen. Trotzdem war es schoen, wieder neue Orte zu sehen und die Fleischplatte sowie die anschliessenden Eisbecher, die wir uns danach goennten, machten alles wieder wett :D
Aufgrund dieser Orgie hatte ich Sonntagmorgen das grosse Beduerfnis, Sport zu machen. Zusammen mit Rocio drehte ich also eine Runde im Park. Nach dem Fruehstueck (Carlos machte uns "Batidas", das ist im Prinzip Eischnee, Zucker und Malzbier, sehr nahrhaft und auch lecker, aber ein grosses Glas ist dann auch genug...) traf ich mich mit Simone. Eigentlich wollten wir mit Kendall und Sarah zu einem kleinen Fest im nachbarort fahren, aber Sarah gings dann nicht gut, Kendall wollte Skypen und spaeter nachkommen und Simones Gastmutter meinte, die Feier sei fuer uns nicht sonderlich spannend... Darum aenderten wir spontan den Plan und machten uns auf fuer eine kleine Rundreise. Mit einem Bus gings zunaechst ca eine Stunde nach Punata. Wir besichtigten die schuene, prachtvolle Kirche, schlenderten durch den Markt und sonnten uns auf dem Hauptplatz, wie alle Plaetze so suess und gruen! Kendall kam etwas spaeter nach und zu dritt fuhren wir dann weiter nach Cliza. Auch hier gab es einen riesigen markt, als wir zwischendurch an eine etwas erhoete Stelle kamen und nur die ganzen Pavillons von oben sahen, meinte Simone "Das ist wie klein-Istanbul!"
Mit einem neuen Sonnenhut mehr gings dann auch schon weiter nach Tarata. Auf dem Weg zwischen den Orten gibt es wirklich fast nichts, nur Natur! Umnso mehr fragten wir uns, wo in aller Welt die Menschen hinwollten, die mitten im Nirgendwo ausstiegen...
Tarata ist ein sehr sehr kleiner, pittoresker Ort. Kendalls Gastmutter meinte, wir sollten unbedingt "die Bruecke" besichtigen, die sich dann als etwas kleiner herausstellte als erhofft... Mitten auf einem kleinen Platz stand sie, ca 1m breit, 3m hoch und 5m lang. Wir erfuhren spaeter, dass sich dahinter eine Sage o.ae. verbirgt, genau verstanden haben wir sie aber nicht :D
Unser letzter Stop war der See "La Angostura". Es gab dort die Moeglichkeit, mit Tretbooten zu fahren, es gab die grossen Wasserbananen und sogar Jet-Skis! Wir waren begeistert, wollten aber zuerst etwas essen, denn es war bereits 15Uhr. Wir entschieden uns fuer ein suesses schwimmendes Fischrestaurant. Als wir schliesslich assen war es dann 16Uhr... Aber dafuer war es superlecker! Nur leider wurde es auch ploetzlich ziemlich kalt und wir hatten nicht mehr sonderlich viel Lust auf Bootfahren. Stattdessen fuhren wir zurueck nach Cochabamba und waermten uns mit einer heissen Schokolade wieder auf. Mittlerweile hatte es angefangen unheimlich zu regnen, ich musste ein paar Blocks laufen, bis ich die Kreuzung erreichte, an der mein Trufi vorbeifuhr und schon dort war ich leicht durchnaesst. Immerhin habe ich mir angewoehnt, nicht mehr ohne Regenjacke das Haus zu verlassen... nachdem ich eine ganze Weile mit steigender Frustration vergebens auf ein Trufi wartete, fiel mir ein, dass ja schon Sonntag war und sonntags fahren viel weniger Trufis. Wenn dann mal eins vorbeikommt, ist es voll, vor allem bei dem Wetter... Supi! Ich ueberlegte, ob  ich Rocio anrufen und sie bitten konnte, mich abzuholen. Als sie aber nicht abhob entschied ich mich schliesslich fuer ein Taxi.
Etwa eine Stunde nachdem wir das Café verlassen hatten, sass ich dann endlich zu Hause mit einem warmen Tee, Huminta, Hochzeitsfotos von meinen Gasteltern, sowie Babyfotos von Mati und der genialsten so-haben-wir-uns-kennengelernt-Geschichte, die ich je gehoert habe :D Wie froh ich bin, hier gelandet zu sein!
10.2.14 21:12


Cochabamba jazzt

Durch Zufall hatten wir am Dienstag mitbekommen, dass am naechsten Abend ein Jazz-Konzert in Cochabamba stattfinden wuerde, stark! Da ich die letzten Tage leider krank war, war mir sowieso nicht sehr nach Salsa und so traf sich wirklich die gesamte mittlerweile 15-Personen-starke Gruppe im bolivianisch-amerikanischen Zentrum. Die Kombo war wirklich genial! Angefangen nur mit Gitarre, Bass, Drums und Saxophon waren wir schon ueberweltigt, spaeter machten es die zwei sich abwechselnden aber auch vierhaendig spielenden Pianisten und der Trompeter zu einem absoluten Highlight! Sie spielten sich die Seele aus dem Leib, die Soli waren unglaublich, richtig virtuos! Ich musste zwischendurch an unsere Schul-Kombo denken und hatte das Gefuehl, wir sollten uns schaemen, das Jazz zu nennen...^^
Wir waren alle total begeistert und uebergluecklich, dieses Konzert noch gefunden zu haben!

Uebrigens haben wir endlich eine Unterkunft fuer Oruro gefunden, der Karneval kann also kommen!!
13.2.14 19:40


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