La vida en Bolivia
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Die letzten Vorbereitungen

Jetzt ist es also so weit, vor etwa einem Jahr habe ich mich dazu entschieden, nach Bolivien zu gehen. Ein Jahr lang habe ich mich darauf gefreut, habe geplant, gearbeitet, geregelt, gelernt (mehr oder weniger...), sämtliche Impfungen hinter mich gebracht, gefühlte 2746382 Mails an meine Kontaktperson in Cochabamba geschickt,... und dann kamen schon die ersten Abschiede. Komisch, manche Menschen habe ich auch davor länger nicht gesehen als ich jetzt weg sein werde und trotzdem, es ist doch etwas anderes, wenn man wenigstens potenziell die Möglichkeit hat, sich zu treffen!
Ja und jetzt sind es nurnoch zwei Tage bis der Flieger abhebt. In 72 Stunden bin ich dort. So langsam überkommt mich die Aufregung, die Spanisch-Vokabeln fühlen sich vernachlässigt, mein Koffer ist noch immer leer, Fußboden und Schreibtisch dagegen sind quasi nicht mehr zu sehen. Naja, ich hab ja morgen noch Zeit!..
9.1.14 18:37


Bienvenido a Bolivia

Im Grossen und Ganzen war ich wenig aufgeregt vor meiner Reise. Ich wusste, dass ich in Bolivien gut aufgehoben sein wuerde, die Organisation kuemmerte sich schon in den Vorbereitungen sehr gut um meine Sorgen und Wuensche, meine Gastfamilie sah supernett aus auf dem Foto dass ich hatte, die Arbeit wuerde mir grossen Spass machen und auch vor dem Flug hatte ich eigentlich keine Angst. Lediglich eine Sache bereitete mir etwas Bauchschmerzen: Der Umstieg in Sao Paulo, ganz alleine, mitsam Gepaeck abholen und neun eincheckel. Auch in Santa Cruz musste ich umsteigen, aber da musste ich mich um nichts kuemmern, zudem spricht man da Spanisch. In Sao Paulo dagegen sprechen die Menschen nichtmal Englisch...

Mein Flieger nach Sao Paulo ging erst abends um 22:00Uhr, ich hatte also am Samstag noch Zeit, die letzten Dinge vorzubereiten und die Ruhe vor dem Sturm zu geniessen. Um Sechs gins dann mit Mama und Papa nach Frankfurt. Einchecken, Gepaeck abgeben, zur Gepaeckkontrolle laufen, wie schnell das ging! Schon musste ich mich verabschieden und ploetzlich war ich ganz auf mich allein gestellt.
Der Flug war wie erwartet nicht sonderlich aufregend, ich war froh ueber meinen Fensterplatz und die nette Nebensitzerin, aber hauptsaechlich wurde eh geschlafen. Aber in Sao Paulo angekommen ging das Abenteuer los... Eine Dreiviertelstunde lang anstehen zur Passkontrolle und Einwanderung. Es war heiss. Endlich durchgekommen und das Gepaeck abgeholt trat ich also in die riesige Halle des Flughafens, es ist laut, voll, warm! Meine Tasche schwer. Ich hatte das Gefuehl, staendig gemustert zu werden, vollbepackt, erhitzter roter Kopf, verwirrter Blick, hochgekraempelte Trainingshose, fluechtig zusammengebundene Haare... wundervoller Anblick! Ich musste dringend etwas trinken doch das stellte sich als das groesste Abenteuer der ganzen Reise heraus: keiner spricht Englisch, keiner nimmt US-Dollars an... Ich wanke also durch den halben Flughafen bis ich eeendlich eine Flasche Wasser kaufen und mich etwas ausruhen konnte. Die 7,5h Aufenthalt gingen schneller rum als erwartet! Die letzte Stunde war sehr amuesant, weil mich eine aeltere Cochabambina angesprochen hat und wir uns daraufhin sehr lange unterhalten haben, das ging auch fuer mich erstaunlich gut auf Spanisch!

In Santa Cruz angekommen erfuhren wir, dass der Anschlussflieger extra auf uns wartet, da wir Verspaetung hatten. Also noch einmal Stress, so schnell wie moeglich einwandern, zum Gate rennen und neu boarden. Uff. Aber die Aussicht die mir dann geboten wurde machte alles wieder wett, es war traumhaft!! Leider kann ich hier keine Bilder reinstellen da ich im Internetcafe bin man hier nichts in den Computer stecken kann...

In Cochabamba wurde ich von Freddy, einem Mitarbeiter von Projects Abroad, abgeholt und zu meiner Familie gebracht. Nachdem wir 20348923498mal angerufen und 942390mal an der Haustuere geklingelt haben, kam dann auch mein Gastpapa mit dem kleinen Matias an die Tuere :D aber ich bin wirklich sehr sehr froh in dieser Familie gelandet zu sein, alle sind furchtbar lieb und offen, es gibt ein "Hausmaedchen" das putzt und kocht, es gibt sogar eine Waschmaschine! *_* :D Ausserdem wohnt hier noch eine andere sehr netteFreiwillige, Erna aus Holland, so um die Ende 40.
Was die Stadt so zu bieten hat, das wuerde ich dann am naechsten Tag sehen, wenn Freddy mich wieder abholen und mir alles zeigen wird: "So um acht. Oder halb Neun... Bolivia!"

14.1.14 21:13


Der erste Tag

Wie ausgemacht wurde ich am naechsten Tag um 8:15 abgeholt und erlebte meine erste Busfahrt in Bolivien. Das ist total Cool hier! Und einfach: Irgendwo an die Strasse stellen, wenn der richtige Bus kommt (urig, klapprig, alt) die Hand heben, wenn man aussteigen will "An der Ecke bitte" rufen und zahlen. Das kostet auch immer gleich viel, egal ob die ganze Stadt durchfaehrt oder nur 3 Strassen...
Mir wurde zunaechst das Projects Abroad Office gezeigt und anschliessend die Innenstadt, zusammen mit einem anderen neuen Voluntaer aus Japan. Ich bekam einen Stadtplan, hob meine ersten Bolivianos ab und eigentlich wollte ich mir bei der Gelegenheit auch eine neue Sim fuer mein Handy kaufen. Doch leider hat das irgendwie nicht funktioniert als wir die Sim ausprobiert haben. Der Plan mit dem Bloggen und Skypen uebers Handy ist damit leider ins Wasser gefallen, es sein denn ich finde mal einen Platz mit WiFi... Naja stattdessen habe ich jetzt ein ganz normales Handz gekauft das nur SMS schreiben und telefonieren kann. So wird mein Handz schonmal nicht so schnell geklaut! Allerdings werde ich jetzt auch nicht oefter als einmal pro Woche ins Internetcafe gehen, also nicht wundern, wenn ich mal eine Weile nicht antworte Ja und ob das mit dem Skypen ueberhaupt klappt, weiss ich leider noch nicht...

Am Nachmittag sollte ich noch einmal (alleine!) ins Office fahren, froh ueber meinen Orientierungssing kam ich zum Glueck auch problemlos an. Ich sollte dort einen psychologischen Test machen, der ist obligatorisch fuer jeden, der mit Kindern oder Behinderten arbeitet. Die Psychologin wartete schon auf mich als ich ankam, obwohl ich nur 2 Minuten zu spaet war, also in bolivianischer Zeitrechnung 10Minuten zu frueh!
Der Test war in dem Moment irgendwie seltsam, im Nachhinein aber geht er mir irgendwie nicht aus dem Kopf, das ist eigentlich wahnsinnig interessant! Ich sollte drei Bilder malen: einen "kompletten" Menschen, einen kompletten Menschen des anderen Geschlechts und einen im Regen. Dazu jeweils Name und Alter. Schon hier habe ich mir beim Malen viele Gedanken gemacht: Was sagt es aus, welches Geschlicht ich als erstes male? Wie individuell sollen die Menschen sein? Ist is zu sehr Rollendenken, wenn ich der Frau einen Rock male? Was sagen Name und Alter aus?
Dann wurde es aber noch schwieriger: Ich sollte den Menschen eine Geschichte geben indem ich Fragen zu ihnen beantworte und alles noch begruende, wie z.B. zu ihrem Familienstand, was sie zur Zeit machen, welche Ziele sie haben und wie sie sie angehen wollen. Aber auch Ihre Aengste, sind sie gluecklich oder traurig, sind sie lieber allein oder unter Menschen, was ist das Beste/Schlechteste an ihren Koerpern und ob ich gern so sein moechte wie sie...
Was will die Psychologin damit ueber mich erfahren? Kann es denn so viel ueber mich aussagen, welche Art von Menschen ich darstelle, wenn ich bestimmte Menschen vor Augen habe und quasi fuer sie antworte? Zu gern wuerde ich erfahren, was die Psychologin daraus fuer Schluesse zieht!

Spaeter war ich mit Erna noch im Super-super-maxi-hier-gibts-alles-Supermarkt und als wir zurueck kamen war das Haus leer. Erna meinte, das waere oefter so und man muesse sie nicht vor 22Uhr erwarten. Die beiden arbeiten relativ viel, wo sich dann allerdings Matias rumtreibt weiss ich auch nicht. Naja ist mir auch recht wenn das Haus mal ruhig ist und ich frueh ins Bett gehen kann. Jetlag laesst gruessen...
14.1.14 22:11


Ciudadela Sedeges

 

Heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Kinderheim "Ciudadela Sedeges", zum Einstieg erstmal nur 2 statt 4 Stunden und fuer heute hat das auch erstmal gereicht... So viele neue Eindruecke, Erfahrungen und Aufgaben auf einmal sind ganz schoen aufregend! Das wird sich ja zum Glueck mit der Zeit legen und dann werden vermutlich auch meine Berichte nicht mehr ganz so ausfuerhlich ausfallen..
Jedenfalls zeigte Freddz mir den Weg und fuehrte mich etwas in meine Aufgaben ein. Ich war ueberrascht, denn eigentlich hiess es, ich wuerde etwas aelteren Kindern Musikunterricht geben. Aber da in der Einrichtung staendig Unterbesetzung herrscht, muss Projects Abroad mich da einsetzen, wo es am meisten mangelt. Ich bin jetzt also erstmal im der Guardería, also dem Kindergarten. Ob ich das die ganzen drei Monate machen werde weiss ich noch nicht, mal sehn. Hier kommt es jedenfalls nie so wie geplant :D

14.1.14 22:23


Update #4

Ich bin jetzt gerade mal 5 Tage hier aber es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit! Es passiert nicht einmal wahnsinnig viel unterschiedliches jeden Tag, aber die ganzen ungewohnten Eindruecke, Geraeusche, neue Leute, die Sprache, die Hoehe und auch der schnelle Wetterumschwung lassen meinen Kopf schier platzen :D Vor allem aber schafft mich grade noch ziemlich meine Arbeit, 3-4Stunden am Tag klingt wenig, aber momentan reicht das voellig! Ich beginne morgends um 8:30. Eigentlich. Da das Trufi (kleiner Bus) nicht regelmaessig faehrt, bin ich meistens etwas frueher da, denn spaeter kann ich mit meiner deutschen Puenktlichkeit noch nicht vereinbaren... die andere Tía (=Tante; so werden die genannt, die im Ciudadela arbeiten) hat aber offensichtlich damit keine Probleme. Gestern kam sie um kurz nach neun, bis dahin spielte ich mit den 3 Kindern, die auch "schon" da waren... Das war schoen entspannt, im Gegensatz zu heute, da kam die Tía naemlich erst um zehn, fast alle Kinder kamen relativ puenktlich, und es waren noch zwei andere Kinder da, die wohl sonst nichts zu tun hatten^^ Da so schoenes wetter war gingen wir auf den Spielplatz des Kinderheims und das war wirlich anstrengend! Staendig wollte jemand auf meinen Arm, ein Junge fand eine andere Gruppe interessanter, die gerade dabei war den Rasen zu maehen und ihn nicht wirklich gebrauchen konnten... Dann faellt ein Kind hin und weint, drei weitere wollen auf der Schaukel angeschubst werden waehrend zwei sich um die letzte Schaukel streiten. Das endet dann ziemlich schnell in Gewalt. Sowieso ist das fuer die Kinder irgendwie die logischste Loesung, das ist ziemlich schwierig finde ich.. Naja und dann muss natuerlich noch einer aufs Klo. Spitze. Ich kann die andern ja nicht alleine dalassen, das Klo ist ausser sichtweite, also rufe ich die ganze Rasselbande zusammen, muss noch den 2. Schuh eines Kindes suchen, zwei Maedchen von den Rasenmaeh-Geraeten wegziehen (u.a. eine Machete :S), was umso schwerer ist mit einem weiteren Kind auf dem Arm... und geschaetzte 20min spaeter sitzt der arme Junge endlich auf der Schuessel. Dann kam endlich die Tía, doch ich hatte mich zu frue gefraeut: Sie muesste jetzt das Essen vorbereiten, ich kann ja solang das Lied mit den Kindern einueben, mit dem wir am Tag davor begonnen hatten. Fuer mich war das nicht viel weniger anstrengend, denn sobald die Tía das Zimmer verlaesst, existiere auch ich nicht mehr... Zwei oder drei machen am Anfang noch mit, aber das wird ihnen dann doch auch zu langweilig. Ich kann tun und sagen was ich will, setze einen Jungen 20 mal zurueck auf seinen stuhl, drohe, dass sie so lange nicht essen werden bis sie mitmachen, aber ich habe keine Chance. Erst wenn die Tía wiederkommt sitzen alle Kerzengerade und koennen ploetzlich das Lied lautstark mitgroehlen!
Naja, sie blieb dann auch zum Glueck, es gab essen und nachdem die Kinder noch etwas gespielt haben durften sie auch wieder in ihre "Casitas" gehen, wo die Waisenkinder in kleinen Gruppen leben.
Zu Hause musste ich mich nach dem Essen erst einmal eine Stunde hinlegen...
Ab Montag werde ich dann doch auch das Musikprojekt bekommen, wie genau das dann aussehen wird weiss ich aber noch nicht. Es gibt leider kein Klavier, was ich am meisten gebrauchen koennte, moeglicherweise kann ich aber auch ab und zu an die Musikschule und dort auch ein wenig Klavier unterrichten, meint Freddz. Aber im Ciudadela gibt es Gitarren, Floeten und ein Schlagzeug. Der Musikleherer ist nur Montag bis Mittwoch da, an diesen Tagen bin ich also im Musikprojekt taetig, Donnerstags und Freitags werde ich weiterhin in der Guardería arbeiten, so habe ich auch ein wenig Abwechsulng


Meine Nachmittage sind bis jetzt noch leer. Am Dienstag begleitete ich meine Gastmutter Rocio zu ihrem kleinen Laden am Flughafen, den sie neben ihrem Beruf als Polizisten noch fuerht...^^ Sie verkauft dort Schuhe, Schmuck, Huete und Taschen, der Laden ist echt suess! Die Frau die gerade dort arbeitete drueckte mir auch gleich ganz uebermuetig haufenweise Ohrringe, Armbaender und Schuhe in die Hand, ich hatte das Gefuehl ich koenne den Laden nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen! Aber Rocio rettete mich :D
Mittwoch abend haben sich ein paar Voluntaere meiner Organisation zum Essen verabredet. Sho kannte ich schon von unserer City-Tour am ersten Tag, auch mit Simone aus Holland hatte ich mich bereits angefreundet und einen ersten Trip nach Sucre anvisiert. Ich lernte dann noch Vivi kennen, die bereits knapp 5 Monate in Cochabamba ist und uns jede Menge Insiderinformationen geben konnte, und einen Franzose, dessen Name ich aber leider wieder vergessen habe 0 Der Abend war sehr lustig und wir konnten uns sogar relativ gut auf Spanisch unterhalten, was unter Voluntaeren eigentlich sonst nicht ueblich ist...
Jaa und gestern Abend ging ich mit Simone in ein Café wo es WiFi gibt. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich irgendwann mit meinem Handz ins Internet kann u auch ab und zu Bilder zu schicken. Und tatsaechlich: dort hats endlich geklappt! Zwar ist Whatsapp nach wie vor zickig, aber man kann schliesslich nicht alles haben... Wenigstens gibts jetzt ab und zu ein paar Bilder
18.1.14 00:28


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