La vida en Bolivia
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Eine kleine Reise - #4 Titicacasee

Von Uyuni ging es zunächst nach LaPaz und wir hatten Glück, dass der Anschlussbus nach Copacabana etwas Verspätung hatte und wir quasi direkt unsteigen konnten. Andernfalls hätten wir 6 Stunden warten müssen. Aber so kamen wir bereits Mittags am Titicacasee an. Ein Shuttle brachte uns zu unserem Hotel (das wollten wir uns nach drei Tagen schlechtem Schlaf und einfacher Unterkunft mal gönnen), wir machten uns frisch und erkundeten dann ein wenig die Stadt. Sie ist nichts außergewöhnliches, dennoch süß und des seeufer wirklich schön. Wir tuckerten eine halbe Stunde in einem Schwanen-Tretboot über den See, genossen mit einem Eis am Steg die Sonne und planten unsere letzten drei Urlaubstage. Der nächste Tag startete mit einem umwerfenden Sonntagsfrühstückt mit allem was das Herz begehrt inklusive Pancakes :D Wir verstauten unsere großen Reisetaschen im Taschenlager des Hotels und machten uns dann auf für einen Zweitagestrip auf die "Sonneninsel". Mit einem Boot fuhren wir ca 2Stunden in den Norden der Insel. Ein Guide wartete bereits am Ufer und da wir nicht wirklich wussten wo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten waren, entschlossen wir uns, mit ihm die Insel zu erkunden. Wir kauften uns etwas Wegzehrung und los gings. Wir waren wirklich froh über den Guide Juan, denn ohne ihn hatten wir die wichtigsten Dinge nie erkannt geschweige denn verstanden! Aber so erfuhren wir einiges, z.B. wie der See und die umliegenden Inseln zu ihren Namen kamen. Die Tour war sehr interessant und schön entspannt, denn eigentlich war sie für ca anderthalb Stunden konzipiert, da wir aber ja den ganzen Tag Zeit hatten, mussten wir uns nicht beeilen. Die Tour endete an einem süßen Strand, beinahe einem "geheimen Insiderstrand" denn es waren kaum Leute da. Die Entscheidung, noch etwas dort zu bleiben fiel recht schnell und so verabschiedeten wir uns von Juan und genossen den ruhigen und einsamen Strand. Nach kurzer Zeit waren wir sogar wirklich alleine. Es war wirklich ein pittoreskes Plätzchen, wir badeten auch ein wenig, aber nicht sehr lang denn das Wasser war superkalt und die Sonne versteckte sich langsam hinter den Wolken. Als uns zu kalt wurde machten wir uns auf den Rückweg in das kleine Dorf und suchten uns ein Hostel. Durch die direkte Lage am See sind die Hostels im Norden der Insel richtig günsitg, wir bekamen ein süßes Zimmer direkt am Strand mit Seeblick für 3€ pro Person und Nacht... Mit einem guten kühlen Bier und Keksen genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen am Strand vor unserer Tür. Die Nacht und der nächste Tag waren leider superkalt. Wir haben beide nicht sonderlich gut geschlafen und waren froh, dass wir an diesem Tag nicht stresseb mussten. Wir kauften uns wieder einen Sack für später und starteten dann den 3h-Trip vom Norden in den Süden der Insel. Uns wurde gesagt, der Weg sei recht angenehm, am Anfang bergauf, aber dann grade und wieder bergab. Pustekuchen, es war die reine Achterbahnfahrt! Meine Beine sind schon im Normalfall nicht sonderlich gut trainiert, dazu war ich erkältet und nicht ausgeschlafen und wir befanden uns in ca 4000m Höhe... Bergauf war dementsprechend anstrengend. Aber umso mehr freuten wir uns über jeden flachen Part und waren ziemlich glücklich, als wir schließlich ankamen. Wir genossen unsere Sandwiches mit super Ausblick auf den See und fuhren dann mit einem Boot wieder zurück nach Copacabana. Mehr als duschen, Wifi-nutzen und abendessen war für uns dann auch nicht mehr nötig. An unserem letzten Reisetag wollten wir noch die Nähe zur peruanischen Grenze nutzen um unser Visa zu verlängern. Doch wir erfuhren, dass das in Bolivien leider nicht so einfach ist, denn man darf als Turist nur einmal im Jahr für 90 Tage einreisen, wenn man länger bleiben will muss man für die zusätzlichen Tage zahlen. War also doch nix. So entspannten wir uns nur noch ein wenig in Copacabana und starteten dann nachmittags wieder Richtung "Heimat". Wir entschieden uns, diesmal nicht mit dem Bus sondern mit einem Trufi zu fahren, da dies zwar die unbequemere aber dafür schnellere und günstigere Variante war. Es startete vielversprechend, relativ schnell war das Trufi voll und wir starteten, die Fahrt verlief auch problemlos. Wir wussten, dass das Trufi nicht direkt zum Terminal fährt, darum fragten wir den Fahrer, ob er uns möglicherweise an einer Stelle rauslassen könnte, von der wir leicht zum Terminal kommen würden. Wir wussten auch, dass es sowohl einen Terminal in LaPaz, als auch einen in el Alto gab und wir uns momentan schon in el Alto befanden. Darum fragten wir speziell nach dem Terminal in laPaz. Auf unsere Bitte hin meinte eine Frau, sie würde auch zum Terminal gehen und wir sollten einfach mit ihr aussteigen. Gesagt getan, wir stiegen mit der Cholita und ihrem Sohn aus und kurze Zeit später befanden wir uns: am Terminal el Alto!... Subbi. Okay also wie kommen wir jetzt nach LaPaz? Wir kannten uns kein Stück in elAlto und seinen Trufis aus. Also fragten wir uns durch, fanden nach vielem Laufen und weiterem Fragen endlich ein Trufi das zum richtigen Terminal fuhr und baten den Herrn neben uns, uns rechtzeitig Bescheid zu geben wenn wir aussteigen mussten. Als wir schließlich am Terminal ankamen hatten wir gleich viel Zeit und Geld investiert wie wir es mit dem direkten Bus getan hätten.. Immerhin nicht mehr. Obwohl, ein paar Nerven mehr. Aber wir hatten dann glücklicherweise noch viel Zeit am Terminal um uns wieder zu entspannen, etwas zu essen und die besten Plätze in einem erstaunlich günstigen aber superbequemen Bus zu reservieren. Das ist auch eine Sache, die man hier einfach nicht durchschaut: Die Buspreise schwanken ständig. Erst ein paar Wochen zuvor hatten wir für die Heimreise von unserem Wochenendtrip in LaPaz 75 Bolivianos (ca 8€) gezahlt. Diesmal zahlten wir für die selbe Strecke mit dem gleichen Bus zur selben Zeit gerademal 50 Bolivianos... Naja, this is Bolivia!
26.3.14 21:38


Eine kleine Reise - #3 Uyuni

Wir erreichten Uyuni gegen 17Uhr und hatten damit genug Zeit, uns zunächst nach einer Agentur umzusehen, mit der wir den 3-Tages-Trip um Uyuni machen konnten. Das finden war auch weniger schwer denn es gibt ca 60 Agenturen die diese Tour anbieten. Wir waren also auf der Suche nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach einigem rumfragen und informieren saßen wort schließlich im Office einer Agentur die ziemlich gut klang und auch für uns den Preis etwas senken wollte. Wir beschlossen unsere Taschen dort zu lassen um Geld zu holen und die Agentur zu buchen. Auf dem Weg sahen wir dann eine andere Agentur, die uns empfohlen wurde und wollten das dann nicht unversucht lassen. Also hörten wir uns auch noch an was sie anboten (v.a. Preis und Essen, die Tour war eigentlich bei allen gleich) und änderten kurzfristig den Plan^^ Das Geldabheben war kurz ein kleiner Schock, denn der Automat der Bank an der ich sonst immer immer problemlos abheben kann, sagte mir, dass meine Karte diesen vorgang nicht leisten kann. Supi. Es konnte eigentlich nicht sein, dass ich zu wenig Geld hatte, war also nach dem dritten vergeblichen Versuch recht frustriert. Es beruhigte mich jedoch zumindest ein wenig, dass auch ein anderer deutscher Mann nach uns dort kein Geld abheben konnte. Dennoch, ich brauchte ja Geld.. Netterweise fuhr mich der Fahrer unserer neuen Agentur zu einer etwas weiter entfernten Bank und glücklicherweise war dieser Automat freundlicher zu mir! Nachdem wir gezahlt und alles geklärt hatten mussten wir ja noch unsere Taschen aus dem anderen Office holen, was ein wenig unangenehm war^^ Ein Hostel für diese Nacht hatten wir dann auch schnell gefunden, sowie ein nettes Restaurant mit superguter Pizza Lustigerweise kamen zwei Mädchen, die in Potosi mit uns die Museumstour gemacht hatten, ins gleiche Lokal! Wir würden ihnen auch noch während der Uyunitour immer wieder begengen^^ Außerdem begegneten wir geschätzten 430239429 Deutschen. Die sind hier überall :D Tag 1 Am nächsten Morgen trafen wir uns um halb elf am Office unserer Agentur und lernten dort unsere zwei Mitreisenden für die nächsten 3 Tage kennen, Vera (24) ais der Schweiz und Alar (35) aus Estland, sie waren beide supernett! Wir luden unsere großen Taschen auf das Dach eines schicken recht neuen weißen Landrovers und machten es uns innen gemütlich, natürlich die kleinen nach hinten...^^ Es war lustig zu sehen, wie entlang den Straßen massenhafte weitere Landrover von anderen Agenturen beladen und fertig gemacht wurden! Man glaubt nicht, wie vueler Menschen täglich diese Tour machen wollen. Die erste Station unseres Trips war ein Eisenbahnfriedhof. Hier in Bolivien gab es früher einige Züge, das hat sich aber irgendwann nichtmehr gelohnt als sich der Trufi- und Micro-Verkehr durchgesetzt hatte. Somit ist der Eisenbahnverkehr "ausgestorben".. Der Friedhof war eine starke Kulisse und überall sah man die Touristen auf den alten Zügen rumklettern. Der nächste Stop war in einer Stadt, die früher nur vom Salzexport lebte. Da das aber nicht genug einbrachte, nutzen sie heute noch den Tourismus, in einem langen Markt findet man alle möglichen Souvenirs und traditionellen Dinge die das Turiherz begehrt. Kurze Zeit später befuhren wir dann die Salzwüste, es war beeindruckend, Salz so weit das Auge reicht! Ich fragte mich, wie unser Fahrer Henry wusste, wo er langfahren musste... An einem alten Haus ließ Herny uns aussteigen und erklärte uns, das sei ein ehemaliges Hotel, das jedoch aus Umweltschutzgründen geschlossen werden musste. Die Hostels befanden sich nun am Rand der Salzwüste. Nach diesem kleinen Stop ging es weiter zu einer Kaktusinsel mitten in der Salzwüste. Das sieht wirklich absurd aus! Nach dem Mittagessen, das Henry sehr liebevoll zubereitet hatte, hatten wir etwas Zeit, die Insel zu erkunden und Bilder zu machen. Danach gings dann zum Highlight des Tages: wir furhen etwas weiter raus in die Wüste, wo wirklich keine Menschenseele mehr war und dort ging das Fotoshooting los :D Da die Wüste total flach ist, kann man die kreativsten Perspektiv-Bilder machen, allein durch unterschiedliche Distanzen zum Fotografen. So liefen wir bspw auf einer Banane, standen auf einer Colaflasche, oder waren Riese und Zwerg... es war eine Gaudi! Als es schließlich ziemlich kalt und langsan dunkel wurde, fuhren wir dann zu unserem Hostel. Es war total urig uns süß, Boden, Wände, Tische, Stühle und Betten aus Salz! Wir bekamen zunächst Tee und etwas später dann ein feines Abendessen. Was für ein erster Tag! Tag 2 Um sechs Uhr klingelte unser Wecker, eigentlich trafen wir uns erst um sieben zum Frühstück, aber am Abend zuvor beschlossen wir, uns den Sonnenaufgang anzusehen. Die anderen entschieden sich dann morgens doch spontan für mehr schlaf, also stand ich alleine auf und erlebte einen wunderschönen Sonnenaufgang im Nirgendwo mit Blick auf eine riesige Salzwüste! Die anderen hatten wirklich etwas verpasst. Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst eine Stunde zu einer kleinen Stadt und anschließend an einen Ort mit großen bekletterbaren und fotogenen Steinfelsen, deren beider (Stadt und Felsen) Bedeutung ich leider nicht mitbekommen hatte, da ich ja hinten im Auto saß und das Fahren auf den steinigen Straßen recht laut war... Später machten wir Halt um aus der Ferne einen halbaktiven Vulkan zu betrachten. Es war super einsam dort, bus auf ein paar Berge in der Ferne und einem Eisenbahngleis war um uns herum nur eine flache Stein- und Staubwüste... es war beeindruckend! Und nur ein paar Minuten weiter erreichten wir die erste von drei Lagunen, an denen wir halt machten, schon veränderte sich die Landschaft wieder! Es war absurd, für mich passte das Bild nicht: Im Hintergrund Berge mit Schneekuppen, am Fuß der Berge wuchsen kleine Büsche wie in der Provence und nach einem Streifen Salzboden kam ein kleiner See mit Sträuchern, Flamingos und Möven! Zusätzlich tummelten sich hier wieder unzählige Touristen.. Aber die Lagune war wirklich schön und wir genossen die Aussicht noch ein wenig während des Mittagessens. Nachdem wir auch die anderen beiden ähnlichen Lagunen gesehen hatten ging es höher rauf, jetzt waren wir wirklich im Nirgendwo, un uns herum nur eine Wüste aus Stein und Erde. Und wir konnten unseren Augen nicht trauen, als es plötzlich anfing zu schneien! Richtig stark sogar, er blieb auch relativ schnell liegen. Übermütig sprangen wir aus dem warmen Auto in die Eiseskälte und bejubelten den Schnee :D Leider wurde uns dadurch jedoch die Sicht auf den 7Farbenberg verhindert, der seinem Namen wohl alle Ehre macht... schade! Dafür machten wor noch einen kurzen Halt beim "Steinbaum", einem großen Felsen, der die Form eines Baumes hat. Es war jedoch viel zu kalt um mehr als die obligatorischen Bilder zu machen... Nach einem letzten See, der durch bestimmte Pflanzen, Tiere und Metalle unterschiedliche Farben hat ubd darum auch den Namen "Laguna colorada" trägt, kamen wir schließlich an unserem nächsten Hostel an. Halb verfrohren genossen wir den heißen Tee, später das Abendessen und den Wein den Henry uns spendierte und führten tiefgründige Gespräche! Da es aber am nächsten Morgen schon um 5Uhr Frühstück geben würde, krochen wir auch bald unter unsere jeweils 4 Decken, die uns leider trotzdem nicht wirklich warmhalten konnten... Tag 3 Noch im Dunkeln fuhren wir am nächsten Morgen los und suchten auf der einstündigen Fahrt zu unserem ersten Ziel noch ein wenig Schlaf. Was uns dann erwartete war atemberaubend! Wir hielten an einem Ort mit supervielen Geysieren, der Wasserdampf ist teilweise richtig in die Luft geschossen. Zusätzlich ging gerade die Sonne hinter den Bergen auf..... es war wirklich uuuunfassbar schön! Und es wurde fast noch besser, denn nachdem wir ca 63836 Bilder gemacht hatten fuhren wir ein wenig weiter zu den "aguas calientes", einer Art Naturpools. Total durchgefroren feierten wir das 30ºC heiße Wasser und die Aussicht auf die Lagunen dahinter - traumhaft! Das Verlassen des Wassers war leider nur halb so traumhaft.. Aber gut, wir waren danach gut aufgewärmt. Wir besichtigten noch eine weitere Lagune und kamen wir schließlich an die Grenze zu Chile, wo wir Alar verabschiedeten und unsere Tour quasi endete. Jetzt stand uns nur noch eine 8Stunden-Heimfahrt bevor. Ich persönlich genoss diese Fahrt sehr, denn ich hatte die komplette Rückbank für mich, die Aussicht war total schön und zusätzlich hörten wir (wie die ganze Tour über) meine Musik über das Autoradio ^.^ so lässt es sich leben! Von Uyuni aus ging es dann mal wieder per Nachtbus weiter. Sarah und Kendall fuhren zurück nach Cochabamba, auf Simone und mich wartete noch eine Etappe.
26.3.14 21:15


Eine kleine Reise - #2 Potosi

Wieder in Cochabamba angekommen machten Simone, Sarah, Kendall und ich uns gleich weiter auf den Weg nach Potosi. Wir hatten wahnsinnig Glück denn wir bekamen sozusagen last-minute-Plätze, vermutlich sogar günstiger, in einem der superbequemen Schlafbusse (Wirklich wahr, das sind Sitze wie in der Businessclass!) und konnten noch grade rechtzeitig einsteigen. Am nächsten Morgen in Potosi angekommen suchten wir zunächst unser Hostel auf und schlenderten dann nach einem guten Frühstück durch die Stadt. Für den Nachmittag buchten wir uns eine Tour durch die Minen, den Potosi ist eine Minenstadt, auch heute noch. Die Tour war sehr interessant, zunächst fuhren wir zum "Markt der Minenarbeiter", einem der wenigen Orte wo man problemlos Dynamit kaufen kann, auch als Kind...^^ Wir kauften dort eine Tüte Kokablätter und Fanta als Geschenk für die Minenarbeiter, die wir später treffen würden. Anschließend wurden wir mit schicken Klamotten, Gummistiefeln und Helmen ausgestattet, besichtigten die Mineralien-Verarbeitungsstätte und schließlich ging es Richtung Minen. Unser Guide empfahl uns, während dem Trip auch Koka zu kauen und reichte uns eine volle Tüte. Der Geschmack der Blätter ist etwas außergewöhnlich aber man gewöhnt sich schnell daran. Die Blätter sind gut für die Verdauung und machen außerdem wach. So betraten wir dann also kurze Zeit später in voller Montur und Kokablätter kauend die dunkle Mine. Ich muss ehrlich sagen, Minen sind nicht so mein Ding. Die Tour war interessant und auch beeindruckend, doch so richtig wohl fühlte ich mich nicht. Die Wege sind sehr niedrig, man muss größtenteils gebückt laufen was mit der Zeit ziemlich anstrengend wird (und ich war noch eine der kleinsten unserer Gruppe..). Es ist eng, dunkel und kalt und totz Atemschutz fing mein Hals schnell an zu kratzen. Es ist seltsam, die Höhlentour am Tag zuvor fand ich klasse, aber in der Mine herrschte irgendwie eine andere Atmosphäre. Ich war jedenfalls relativ froh als wir wieder an der frischen Luft waren. Es war mittlerweile ziemlich kalt geworden, zurück im Hostel genossen wir darum erst einmal eine warme Dusche und bevor wir uns ein schönes Plätzchen zum Abendessen suchten. Als uns leider weder das warme Essen, noch der Wein oder die heiße Schokolade warmhalten konnten, entscheiden wir uns für unsere warmen Betten. Den nächsten Vormittag gestalten wir gemütlich. Nach Frühstücken, Wlan-Nutzen und Auschecken liefen wir noch einmal durch die Stadt, besichtigten ein Museum und machten uns dann mittags auf zum Terminal, für die nächste Station...
26.3.14 21:09


Eine kleine Reise - #1 ToroToro

Arbeitet man 10Wochen mit Projects-Abroad, dann bekommt man zwei Wochen "Ferien", die man aufteilen und nach Wunsch nutzen kann. Die meisten Volos reisen nach ihrer Arbeitszeit, das ist den Projects-Leuten auch am liebsten. Da ich mit Simone reisen wollte und sie knapp einen Monat vor mir geht, werde ich nach der Reise noch mal einen Monat arbeiten. Oben auf der Liste stand ToroToro. Gemeinsam mit 7 anderen Volos, die das als Wochenendtrip nutzten, trafen wir uns Samstagmorgen. Zwei junge Briten waren an diesem Wochenende außerdem Teil der Gruppe. Da es ja ohne Pannen nicht geht haben drei auch erstmal schön verschlafen sodass wir mit eineinviertel Stunden Verspätung starteten. Die Deutschen waren natürlich ne viertel Stunde früher da gewesen... Manches verliert sich eben nicht so schnell^^ Nach zwei Stunden Fahrt haben wir einen Platten. Das macht dann zwei Stunden Verspätung. Kurz bevor wir ToroToro erreicht hatten war der Reifen wieder platt, da kein Ersatzrad mehr da war musste der arme Fahrer darum in die Stadt laufen und ein neues Trufi holen. Wir kamen schließlich um vier an, anstatt um halb zwei und hatten seit acht nichts mehr gegessen... Da es auch nun für die eigentlich geplante Tour zu spät war entschieden wir, den restlichen Tag einen faulen Lenz zu machen und dafür am Sonntag schon um sieben loszugehn und später nach Hause zu fahren. So geschah es dann auch. Gut ausgeschlafen saßen wir also am frühen Morgen im neuen Trufi auf dem Weg zu den Tropfsteinhöhlen. Aufgeteilt in zwei Gruppen kletterten, rutschten und krabbelten wir durch die Höhle. Auch wenn ich das nicht zum ersten mal machte war es trotzdem super beeindruckend und spannend. Und anstrengend! Nach diesem Trip freuten wir uns jedenfalls sehr über unser Mittagessen.. Anschließend starteten wir einen ca zweistündigen Fußmarsch mit perfektem Wetter, unser Ziel war eine Badestelle in den Canyons! Auf dem Weg zeigte und erklärte uns unser Guide Victor Dinosaurierfußspuren und wir machten einen Halt am atemberaubenden Aussichtspunkt über die Schlucht. Es war wirklich unbeschreiblich! Der lange Abstieg zur Badestelle ließ uns schon vorahnen welche Qual uns auf dem Rückweg bevorstand... Das war jedoch nebensächlich als wir schließlich im Paradies ankamen! Es war einfach traumhaft, das Wasser war erfrischend kühl und tief genug um von den kleinen Felsen springen zu können, um uns herum die endlos hohen Felswände mit viel Grün und kleinen Wasserfällen und über uns ein klarer blauer Himmel! *_* Die halbe Stunde war wirklich nicht genug, wir hätten dort noch Stunden verbringen können, aber wir mussten wieder zurück um rechtzeitig wieder nach Hause zu fahren. Wir quälten uns also wieder die Treppen hoch und wurden oben zu unsrer großen Freude mit Joghurt und Äpfeln empfangen. Dann ging es auch schon wieder Richtung Bus nach Cochabamba.
26.3.14 21:04


Karneval in Cochabamba...

An den Faschingstagen herrscht hier in Cochabamba Krieg. Schon die Wochen vorher bahnt sich das an, immer wieder wird man von Wasserbomben überrascht, aber das ist wirklich nichts im Vergleich zu dem Zustand an den zwei Feiertagen (Rosenmontag und der folgende Dienstag)! An jedem zweiten Hauseingang stehen die Kinder und teilweise auch Eltern bereit mit ihren Eimern voll Wasserbomben, Supersoakern und Schaum-Sprühdosen, wartend auf unschuldige Passanten und es gibt keine Gnade. Es sind aber nur wenige Menschen unterwegs an diesen Tagen, umso freundlicher werden auch schon die etwas weiter entfernten Fußgänger empfangen und auf ihrem Weg begleitet, bzw während ihrer Wartezeit auf ein Trufi unterhalten (die Trufis kommen an Feiertagen aber so selten, dass man da schon ne weile steht,folglicherweise auch mehrmals erwischt werden kann...) Als mich eine Gruppe von 3 Jungs auf meinem Heimweg abends das zweite mal komplett nass machte, nachdem ich auch davor schon nichtmehr so ganz trocken war, fand ich das dann auch nicht mehr so unheimlich lustig. Dann kam noch eine Ladung. Am nächsten Tag war ich ziemlich erkältet^^ Aber die Menschen haben dabei einen riesigen Spaß und auch meine Familie hat sich voll ausgerüstet auf den Weg in die Nachbarschaft gemacht, um Freude zu verbreiten :D Ich war jedenfalls froh als ich am nächsten Tag wieder gefahrlos und mit de Trufi von A nach B kam... Am Samstag war hier dann auch nochmal großer Faschingstag mit Parade. Wir verbrachten quasi den ganzen Tag an der Parade, wieder mit super Wetter! Für meine Verhältnisse werde ich so langsam sogar braun :D Die Parade in Cochabamba ist ziemlich anders als in Oruro. Zwar kommen auch einige Gruppen von Oruro nach Cocha, aber dann nicht in voller Besetzung und die Mehrheit der Gruppen waren lokale Vereine oder Schulen. Dementsprechend waren die Kostüme deutlich einfacher, aber de Stimmung der Tänzer viel ausgelassener, es war mehr Party als Parade :D Meine Gastmutter ist auch bei einer Gruppe mitgelaufen und sogar eine Voluntärin, die schon ein halbes Jahr hier ist, durfte bei einer Salsa-Gruppe mittanzen! Jetzt ist es aber auch wieder gut mit Karneval, eine Woche hab ich zum Entspannen und am 15. geht dann die kleine 11-Tage-Reise mit Simone los nach ToroToro, Potosi, zu den Salzwüsten in Uyuni und zum Titikakasee
10.3.14 19:50


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